Kapitel 3 von 6 · Inbetriebnahme

Geräte laden. Mit Vorschau, Sicherung und Abgleich.

KNX Atlas lädt Applikation, Parameter und Tabellen eines Geräts aus deinem Projekt – mit einer Vorschau vorher, einer Sicherung des Gerätespeichers und einem Abgleich danach. Dazu kommen das Programmieren physikalischer Adressen und der Teil-Download.

KNX Atlas auf dem iPhone: Übersicht eines Dimmaktors mit Belegstand „nicht belegt“ und den Schaltflächen „In die Warteschlange …“ und „Mit Gerät vergleichen …“.
iPhone: Der Inbetriebnahme-Bereich eines Geräts mit Belegstand und Warteschlange.

01

Geräte auswählen und einreihen

Jedes Gerät zeigt in seiner Übersicht den Bereich „Inbetriebnahme“: den Belegstand seiner Applikation, den bekannten Downloadstand und die Schaltflächen „In die Warteschlange …“ und „Mit Gerät vergleichen …“. Gesammelt wird im Bereich Bus unter Inbetriebnahme.

Die Warteschlange ist die Ladereihenfolge: Ein Gerät nach dem anderen, jedes mit eigener Vorschau. Geräte lassen sich umsortieren oder wieder entfernen, bevor etwas gesendet wird.

02

Erst die Vorschau, dann das Laden

Bevor etwas geschrieben wird, erstellt KNX Atlas eine Vorschau: Zielgerät und Applikation, Schnittstelle und Tunnel, den Umfang des Downloads, die einzelnen Schritte mit ihrer Wirkung und die voraussichtliche Dauer.

Schritte, die nur lesen, sind als „schreibt nichts“ gekennzeichnet. Eine Markierung zeigt, ab welchem Schritt das Gerät verändert ist. Die Vorschau gilt nur für begrenzte Zeit – geladen wird erst nach deiner ausdrücklichen Bestätigung.

03

Sichern, laden, zurücklesen

Ein Download folgt einem festen Ablauf, den die App Schritt für Schritt anzeigt. Am Ende steht kein bloßes „fertig“, sondern ein Ergebnis, das du nachvollziehen kannst.

  • Sicherung

    Der relevante Gerätespeicher wird vor dem Laden gesichert.

  • Laden

    Applikation, Parameter und Tabellen werden in der Reihenfolge der ETS geschrieben.

  • Zurücklesen

    Das Gerät wird nach dem Laden ausgelesen.

  • Abgleich

    Projekt und Gerät werden verglichen – im Idealfall mit dem Ergebnis „identisch“.

  • Downloadstand

    Der Stand wird im Projekt vermerkt und mit „Sichern unter …“ gesichert.

04

Wenn etwas schiefgeht

Ein laufender Vorgang lässt sich sofort oder nach dem aktuellen Gerät abbrechen. Der Bericht sagt ehrlich, ob das Gerät bereits verändert wurde, welche Schritte ausgeführt sind und was jetzt zu tun ist.

Die vor dem Laden angelegte Sicherung bietet einen Weg zurück: KNX Atlas kann den gesicherten Stand wieder in das Gerät schreiben. Schlägt ein Gerät fehl, werden die übrigen Geräte der Warteschlange nicht einfach weitergeladen.

05

Belegt oder auf eigene Verantwortung

Nicht jede Applikation ist gleich gut abgesichert. Applikationen, deren Ladevorgang nachweislich mit dem der ETS übereinstimmt, stehen auf einer Freigabeliste und gelten als „belegt“.

Andere Applikationen sind „nicht belegt“: Sie lassen sich nur mit einer zusätzlichen Bestätigung auf eigene Verantwortung laden – mit Sicherung und Zurücklesen wie jedes andere Gerät. Was gar nicht geladen werden kann, wird mit einem Grund abgelehnt.

06

Physikalische Adresse und Teil-Download

Mit „Adresse programmieren …“ vergibt KNX Atlas die physikalische Adresse an ein Gerät im Programmiermodus. Die App prüft vorher, dass sich genau ein Gerät im Programmiermodus befindet, und programmiert erst nach Bestätigung.

Hat sich nur die Gruppenkommunikation geändert, reicht für unterstützte Geräteprofile ein Teil-Download der Adress- und Zuordnungstabellen. Wo das nicht möglich ist, lädt die App vollständig und nennt den Grund.

07

Über KNX IP Secure und mit KNX Data Secure

Downloads laufen auch über gesicherte KNX-IP-Secure-Tunnel. Wie in der ETS kann sich KNX Atlas dabei optional als Management-Benutzer an der Schnittstelle anmelden.

KNX-Data-Secure-Geräte lädt die App wie die ETS: das erste Mal mit dem Gerätezertifikat (FDSK), danach mit dem Werkzeugschlüssel des Projekts. Den FDSK gibst du ein, fügst ihn ein oder liest auf iPad und iPhone den QR-Code mit der Kamera. Er bleibt nur für die Sitzung im Speicher, wird nie gespeichert und nie angezeigt – sichtbar ist nur eine vierstellige Kennung.

Das Laden von Data-Secure-Geräten wird derzeit nur für Applikationen angeboten, deren Ablauf geprüft ist. Die App kennzeichnet den Belegstand am jeweiligen Gerät.

Häufige Fragen

Was passiert, wenn das Laden abbricht?

Der Bericht zeigt, ob das Gerät bereits verändert wurde und welche Schritte ausgeführt sind. Über die vorher angelegte Sicherung kannst du den früheren Stand wieder in das Gerät schreiben. Die restlichen Geräte der Warteschlange werden nicht ungefragt weitergeladen.

Was bedeutet „nicht belegt“?

Bei diesen Applikationen ist nicht nachgewiesen, dass der Ladevorgang dem der ETS entspricht. Du kannst sie trotzdem laden – nach einer zusätzlichen Bestätigung, auf eigene Verantwortung und mit Sicherung und Zurücklesen.

Kann ich ein Gerät nur vergleichen, ohne es zu laden?

Ja. „Mit Gerät vergleichen …“ liest das Gerät zurück und vergleicht es mit dem Projekt, ohne etwas zu schreiben.

Wird der FDSK eines Data-Secure-Geräts gespeichert?

Nein. Der FDSK wird nur für die laufende Sitzung im Speicher gehalten, nie angezeigt, protokolliert oder gespeichert. Ins Projekt geschrieben wird – wie bei der ETS – nur, dass der Werkzeugschlüssel geladen wurde.